projections on the move part I Into the Blue dance solo for a single body

Mit der digitalen, körperlosen Kommunikation erschafft sich der Mensch andere Lebensräume, in denen er sich selbst und seine Umgebung frei erfinden kann.

In virtuellen Welten scheint der Traum, alle Beschränkungen der realen Welt außer Kraft setzen zu können, wahr zu werden: Physische, zeitliche und räumliche Grenzen verschwinden - das Gehirn als Schöpfer der Gesetze eines eigenen Universums.

In drei unterschiedlichen Soli entwirft "Into the Blue" ein Bild der Zukunft des Körpers.

Im subtilen Zusammenspiel zwischen Darstellern und Videoprojektionen werden mögliche Konsequenzen einer Existenz an der Grenze zwischen Greifbarem und Ungreifbaren, Konkretem und Abstraktem, Körper und Idee ausgelotet.

Ein 'Meisterwerk', das wie selten virtuelle Bilder und reale Körper in eine ebenso logische wie lustvolle Spannung bringt.

Arnd Wesemann, Chefredakteur »tanz«

Jan Puschs 'Projections on the move part I: Into the Blue', eine Folge von drei Soli, gehört zu den seltenen Choreographien mit nicht abzusehendem Verfallsdatum. Er hebt das gewohnte Bild der Guckkastenbühne aus den Angeln.

tanznetz.de

In drei fulminanten Soli erarbeitet Choreograf Pusch neue Körper-Sprachen, neue Video-Spiele. Der Raum wird blau, wird Projektionsfläche, wie auch der Körper. Detlev Alexander trägt flimmernde Rechtecke auf der Brust. Er beginnt ein Spiel mit ihnen, lässt sie unter der Hand hervorblitzen und wieder verschwinden. Was für Möglichkeiten!

Die kreisende Hand Mata Sakkas wird zur Kamera, die an der buntgemusterten Hose, dem gestreiften Pullover entlangfährt. Eine gemusterte Hose, ein gestreifter Pulli, Füße, ein Gesicht, ein Bauch, Darmwindungen. Wir sind drin im Körper.

Tänzerin Fiona Gordon lebt in einer Videowelt: Ihr Perserteppich, ihre Tapete sind Projektionen. Sie selbst ist eine, nein zwei. Ihre Bilder lösen sich von ihr,krabbeln über Boden und Wände. Wie ein roter Faden ziehen sich Zeit und Raum, Zukunft und Realität als Themen durch Puschs Choreografien. "Into the Blue" führt den Film fort, auf höchst intelligente Weise.

SPIEGEL ONLINE

Pusch gelingt es, vielschichtige Ebenen eines Dialogs - des Tanzes mit dem Raum, des Tänzers mit sich selbst und mit dem Publikum - herauszuschälen.

die tageszeitung

In allen drei Soli gibt der Menschenkörper die beste Folie für unbegrenzte Projektionen ab, ganz konkret wie im übertragenen Sinn. "Into the Blue" ist Jan Puschs faszinierende tänzerische Bearbeitung aktueller Fragen, die uns beschäftigen.

Hamburger Morgenpost

Wieviel Wahrheit steckt wirklich im Körper? Die hierzu kompetenten deutschen Choreografen sind ein Ruhrpöttler in Berlin, Thomas Lehmen, 36, und ein Leipziger in Hamburg, Jan Pusch, 35. Beide langweilen keine Sekunde, weil sie lauter schlaue Antworten vermeiden.

ballet international/tanz aktuell

Ein verrücktes, bezaubernd schönes Stück

Berliner Zeitung

Es nahm einfach kein Ende, geschickt, pfiffig, kreativ, überraschend, exzellent in der Ausführung.

The Times, Malta 

Besetzungen 2001-2012

Solo I: Detlev Alexander / Luis Venancio / Olaf Reinecke / Daniel Afonso / Sebastian Geiger

Solo II: Mata Sakka / Wobine Bosch / Anne Schmidt / Nao Tokuhashi

Solo III: Fiona Gordon / Paula Scherf / Antonia Zagel / Beth Petkus

Choreografie, Regie, Bühne, Videokonzeption: Jan Pusch

Video: fettFilm, Momme Hinrichs, Torge Möller

Musik: Beat Halberschmidt

Kostüme: Ullinca Schröder

Fotografie: Tim Hoppe / Darrin Zammit Lupi / Karl-Bernd Karwasz

Eine Koproduktion von Jan Pusch und Kampnagel Hamburg, April 2001

Gefördert durch die Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg

Kritikerpreis, Internationaler Wettbewerb für Choreographen, Hannover 2001

Eingeladen zur Tanzplattform Deutschland, Leipzig 2002

Auf Einladung des Goethe-Instituts auf Tourneen durch Indien, Südamerika und Russland

projections on the move part I

INTO THE BLUE

dance solo for a single body

Uraufführung 2001

Besetzung

3 Tänzer*innen

Bühne (Minimalanforderungen)

8m x 12m x 6m (Breite x Tiefe x Höhe), Portal: 8 m

Musik von Beat Halberschmidt

Dauer

110 Minuten, zwei Pausen

Bitte kontaktieren Sie uns für ein Video der kompletten Aufführung und weitere Informationen.